11. Juli 2016

„Formen der Crowdfinanzierung: Handlungsbedarf für die Verbraucherpolitik?“

Neue Anlegerrisiken durch Crowdfinanzierung oder „Schwarmfinanzierung“? Die in der Digitalen Welt der Finanzen so modern wirkenden Finanzierungs- und Anlageangebote könnten viele Anleger verlocken, im aktuellen Niedrigzinsumfeld hohe Renditen zu erreichen. Und die Risiken und Nebenwirkungen?

Die Bundesregierung hat vor einem Jahr mit dem Kleinanlegerschutzgesetz auf die Krisen um Prokon und andere reagiert. Das neue Kleinanlegerschutzgesetz lässt viele Ausnahmen zu, gerade für die scheinbar reizvollen Anlagemöglichkeiten des Crowdfunding. Entstehen dadurch neue Fallstricke für Anleger?

Diesen Fragen war eine Veranstaltung des Sachverständigenrates für Verbraucherfragen am 7. Juli 2016 in Berlin gewidmet, in deren Rahmen Prof. Dr. Andreas Oehler mit dem Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Gerd Billen und weiteren Fachleuten insbesondere die Chancen und Risiken bei der Nutzung der Crowdfinanzierung diskutierte.

 

In einem Thesenpapier wird der Verbraucherpolitik u. a. empfohlen,

  • die Anlage- und Finanzierungsformen des Crowdfunding gemäß Wertpapierhandelsgesetz als Finanzinstrumente zu regeln,
  • eine Harmonisierung des Produktinformationsblattes (PIB) für alle wesentlichen Produktfamilien der Verbraucherfinanzprodukte vorzunehmen und
  • die Crowdfunding-Plattformen unter die Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zu stellen.

Pressemitteilung vom 7. Juli 2016

Papier „Formen des Crowdfunding: Handlungsbedarf für die Politik ?“

Interview von Prof. Oehler mit Michel Harms von crowdfunding.de