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Corporate Digital Responsibility (CDR)

Die zunehmend intensivere Digitalisierung aller Lebensbereiche stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, die ihr Verhältnis zur Gesellschaft betreffen. Neben der „Corporate Social Responsibility“ (CSR), welche für die allgemeine gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens steht, wird in jüngerer Zeit zunehmend das Konzept der Corporate Digital Responsibility (CDR) diskutiert. Dieses betont die Unternehmensverantwortung in der digitalen Gesellschaft und kann mit „unternehmerischer Verantwortung in der digitalen Welt“ übersetzt werden. Sie ist für alle Unternehmen mit einem digitalen Geschäftsmodell von Bedeutung. Ein allgemein anerkanntes konturenscharfes Begriffsverständnis der CDR hat sich bisher allerdings nicht herausgebildet.

Aus Sicht des Sachverständigenrates für Verbraucherfragen handelt es sich um einen mehrdimensionalen Begriff, der insbesondere das Ausmaß betrifft, in dem Unternehmen oder Organisationen

  • digitale Technologien zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales nutzen,
  • Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit berücksichtigen und
  • Daten und digitale Technologien verantwortungsvoll einsetzen (Datenethik).

CDR enthält mithin sowohl proaktive als auch reaktive Dimensionen. Vor dem Hintergrund dieser verbraucherpolitisch relevanten Aspekte ist der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen insbesondere daran interessiert, das Wissen und die Einstellungen der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zur CDR zu ermitteln. In Kooperation mit dem imug-Institut wurde hierzu eine bevölkerungsrepräsentative Befragung durchgeführt, welche der Öffentlichkeit am 30. Januar 2020 vorgestellt wurde.