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Veröffentlichungen

Der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) berät auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Praxis das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bei der Gestaltung der Verbraucherpolitik. Hierzu erarbeitet der SVRV Gutachten, die die Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher in verschiedenen Marktbereichen analysieren und Handlungsempfehlungen an die Verbraucherpolitik enthalten. Neben den Gutachten veröffentlicht der Rat weitere Publikationen (Working Paper) zu bestimmten Fragen, deren Hauptautoren einzelne seiner Mitglieder sind, sowie in seinem Auftrag von externen Autoren verfasste Studien.

In seiner ersten Berufungsperiode hat der SVRV nach Themenpapieren mit Empfehlungen zu den Schwerpunkten Handel, Finanzen und Gesundheit (Januar 2016) Gutachten vorgelegt zu „Formen des Crowdfunding: Handlungsbedarf für die Verbraucherpolitik?“ (Juli 2016), zum „Verbraucherrecht 2.0 – Verbraucher in der digitalen Welt“ (Dezember 2016) zu „Digitaler Souveränität“ (Juni 2017) und zu „Verbrauchergerechtem Scoring“ (Oktober 2018).


Digitale Welt und Finanzen. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Autor: Andreas Oehler, 2016

Im Hinblick auf digitale Zahlungsdienste sollte jede und jeder Kosten und Nutzen, Chancen und Risiken abschätzen können. Dafür braucht es klare und verständliche Standards. Dazu gehören qualitativ hochwertige, tagesaktuelle Informationen, zum Beispiel via standardisierte Mustervorgaben an Anbieter und Anwender, eine klare und verständliche Erkennbarkeit, inwieweit und mit welchen persönlichen Daten bezahlt werden soll, auch durch die Weitergabe an Dritte sowie eine Kennzeichnung hinsichtlich der (IT-) Sicherheit. Damit Bürgerinnen und Bürger die Chancen der Digitalen Finanzberatung entdecken und nutzen, sie aber auch die Risiken gut erkennen können, braucht es klare und verständliche Standards in der Regulierung. Das bedeutet zum Beispiel eine einfache, klare, verständliche und vergleichbare Informationen zu Finanzprodukten, eine standardisierte Produktinformation einheitlich für alle Finanzdienstleistungen von Banken, Sparkassen, Investmentfonds, Versicherungen sowie allen gleichartigen Anbietern wie FinTechs sowie einfache und strenge Regeln für Finanzinformationen, Finanztests oder Finanzproduktvergleiche von der Entstehung und Aufbereitung bis hin zur Publikation.

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Digitale Welt und Finanzen. Zahlungsdienste und Finanzberatung unter einer Digitalen Agenda

Autor: Andreas Oehler, 2016

Eine zentrale Rolle in unserem Wirtschaftsgeschehen spielt der Zahlungsverkehr. Er genießt höchste Dominanz für alle Geschäftsmodelle der Anbieter ebenso wie für die meisten Bürgerinnen und Bürger im täglichen Leben. Der Zahlungsverkehr bildet gewissermaßen das Rückgrat unserer vernetzten, arbeitsteiligen und grenzüberschreitenden Wirtschaft und Gesellschaft. Es überrascht daher nicht, dass im Zuge der Diskussion unter dem Label „Digitale Welt & Finanzen“ immer häufiger, intensiver und kontroverser die Entwicklung des Digitalen Zahlungsverkehrs erörtert wird. Die Deutsche Bundesbank kommt zu dem Schluss, dass datenbasierte Technologien und Dienstleistungen im Zahlungsverkehr zwar für viele Erleichterungen sorgen, aber auch Risiken mit sich bringen, die für den Einzelnen schwer einschätzbar sind. So fallen durch die Nutzung verschiedener mobiler Endgeräte immer größere Datenmengen mit teilweise sensiblen personenbezogenen Inhalten an, die auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet und ausgewertet werden. Wie dies geschieht, können die wenigsten überblicken. Damit die Chancen der innovativen Konzepte erkannt und genutzt werden, setzt dies als notwendige Bedingung volle Transparenz voraus. Noch wichtiger ist aber die hinreichende Bedingung, dass die Informationen eine hohe Qualität besitzen und nicht irgendwo und irgendwie transparent gemacht werden.

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Digitale Welt und Gesundheit. eHealth und mHealth – Chancen und Risiken der Digitalisierung im Gesundheitsbereich

Autoren: Gerd Gigerenzer, Kirsten Schlegel-Matthies, Gert G. Wagner, 2016

Gesundheitsbezogene Entscheidungen werden heute nicht allein im traditionellen Kernbereich der medizinischen Versorgung getroffen, sondern auch hinsichtlich der individuellen Lebensführung und Gesundhaltung (z.B. Ernährung, Fitness und Wohnen). Die Zunahme von Gesundheitsleistungen, die an Marktleistungen erinnern (IGeL, Zusatzversicherungen) verlangt Verbraucherinnen und Verbrauchern zunehmend Eigenverantwortung ab. Die Sachverständigen stellen fest, dass es im verbraucherbezogenen Gesundheitsbereich drei relevante systematische Probleme gibt: mangelnde Patientensicherheit; Überdiagnose und Überbehandlung; unbegründete Versorgungsunterschiede bzw. Behandlungsvariabilität. Die zentrale Fragestellung ist, inwiefern die Digitalisierung im Gesundheitsbereich diese systematischen Probleme zu überwinden helfen kann. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen zwei besonders relevante Entwicklungen: eHealth (die Anwendung elektronischer Geräte zur medizinischen Versorgung und Wahrnehmung anderer Aufgaben im Gesundheitswesen) und mHealth (gesundheitsrelevante Anwendungen auf mobilen Geräten). Die Chancen der Digitalisierung in diesen Bereichen können nicht verwirklicht werden, bevor zwei Voraussetzungen geschaffen werden, die bisher nur teilweise erfüllt sind: transparente und verlässliche (evidenzbasierte) Verbraucherinformation und Stärkung der Alltagskompetenzen der Verbraucherinnen und Verbraucher.

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Digitale Welt und Handel. Verbraucher im personalisierten Online-Handel

Autoren: Lucia Reisch, Daniela Büchel, Gesche Joost, Helga Zander-Hayat, 2016

Wie die meisten anderen Branchen ist auch der Handel einem dynamischen Strukturwandel unterworfen. Analoger und digitaler Handel sind eng miteinander verzahnt, die diversen Handelskanäle ergänzen sich, ersetzen sich teilweise auch. Die Digitalisierung verändert den gesamten Konsumprozess von der Bedarfsgenerierung über die Informationssuche und Produktauswahl bis hin zum Erwerb und dem Weiterverkauf. Die Attraktivität des Kaufens im Internet ließ den Online-Handel zum Wachstumsmarkt werden. Aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher stellt sich die Frage nach den Chancen und Risiken dieser Entwicklung im Handel – wobei die Chancen unmittelbar erfahrbar, die Risiken dagegen oftmals verborgen sind und erst langfristiger wirksam werden. Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Papier Vorgaben für eine verbraucherbezogene Netzpolitik im Online-Handel vorgeschlagen und detailliert.

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Expertise zum Thema „Personalisierte Preisdifferenzierung im Online-Handel“

Autoren: Sarah Hosell, Michael Schleusener, 2016

Ziel war es zu ermitteln, inwiefern eine personalisierte, d.h. auf individuelle Verbrauchermerkmale abstellende Preisdifferenzierung im Online-Handel in Deutschland heute bereits eingesetzt wird. Dies sollte auf Basis einer differenzierten Betrachtung von Branchen, Unternehmen und Produkten erfolgen. Dabei sollte insbesondere auf die Auswirkungen dieser Preisdifferenzierung auf Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl in ökonomischer als auch sozialer Sicht eingegangen werden. Neben der Individualperspektive (Mikroperspektive) sollten Aussagen zur Marktentwicklung aus Makroperspektive gemacht werden.

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Studie: Umgang mit Verbraucherdaten durch Online-Shops

Autor: datenschutz nord GmbH, 2016

Das Thema „Datenschatten“ steht vor dem Hintergrund der Möglichkeiten von Big Data sowie der zunehmenden Zahl von datengetriebenen Geschäftsmodellen im Fokus der Betrachtungen des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen im Rahmen seines Themenschwerpunktes „Digitalisierung des Handels“. Allerdings besteht keine Transparenz darüber, wer welche Daten von wem zu welchem Zweck erhebt und wie diese Daten verarbeitet, verknüpft bzw. an Dritte weitergegeben und genutzt werden. Hier bedarf es einer Bestandsaufnahme des Status Quo, um die verbraucherpolitisch notwendigen Policies und Politics zu erkennen und effektiv verfolgen zu können. Im Rahmen dieses Auftrags wurde deshalb eine empirische Untersuchung zur Praxis der Erhebung, der Verknüpfung und des Umgangs mit Verbraucherdaten durch Online-Shops durchgeführt.

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Abschlussbericht zum Projekt: Repräsentative Verbraucherbefragung in der Gruppe der Internetnutzer

Autor: LINK Institut für Markt und Sozialforschung GmbH, 2016

Aufbauend auf einer Kurzzeitexpertise über das Ausmaß individualisierter Preise im Onlinehandel in Deutschland wurden Verbraucherinnen und Verbraucher über ihr Bewusstsein der Preisdiskriminierung im Onlinehandel befragt. Insgesamt wurden im November 2015 deutschlandweit 1000 Internetnutzer online befragt die wenigstens selten das Internet zum Einkaufen verwenden.

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Abschlussbericht zum Workshop „Datenschatten – Verbraucherfragen im digitalen Zeitalter“

Autor: Tactical Technology Collective, 2016

Als Teil des Berichts zum Nutzungsverhalten im digitalen Zeitalter hielt Tactical Tech einen praxisorientierten Workshop ab, der auf Fragen über das Bewusstsein deutscher Verbraucher/innen in Bezug auf Datenschatten, Datenspuren und die Wege, seine Daten zu schützen, eingehen sollte. Die Anliegen und Fragen, die vonseiten der Verbraucher/innen in Bezug auf ihre Datenschatten während des Workshops aufkamen, wurden gesammelt und analysiert. Die darauf basierenden Resultate werden in diesem Bericht vorgestellt.

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