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Veröffentlichungen

Der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) berät auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Praxis das für den Verbraucherschutz zuständige Bundesministerium bei der Gestaltung der Verbraucherpolitik. Hierzu erarbeitet der SVRV Gutachten, die die Situation der Verbraucher*innen in verschiedenen Marktbereichen analysieren und Handlungsempfehlungen an die Verbraucherpolitik enthalten. Neben den Gutachten veröffentlicht der Rat weitere Publikationen (sogenannte Policy Briefs bzw. vormals Working Paper) zu bestimmten Fragen, deren Hauptautor*innen einzelne seiner Mitglieder sind, sowie in seinem Auftrag von externen Autor*innen verfasste Studien.

In seiner ersten Berufungsperiode (2014 bis 2018) hat der SVRV nach Themenpapieren in den Bereichen Handel, Finanzen und Gesundheit (Januar 2016) und dem Gutachten „Formen des Crowdfunding: Handlungsbedarf für die Verbraucherpolitik?“ (Juli 2016) einen Schwerpunkt im Bereich Digitalisierung gesetzt. Hierzu hat er die Gutachten „Verbraucherrecht 2.0 – Verbraucher in der digitalen Welt“ (Dezember 2016),  „Digitaler Souveränität“ (Juni 2017) und zu „Verbrauchergerechtem Scoring“ (Oktober 2018) vorgelegt.

In seiner zweiten Berufungsperiode (2018 bis 2022) knüpft der SVRV zum einen an die Schwerpunktsetzung des ersten Rates im Bedarfsfeld Digitale Welt an, setzt aber zum anderen einen weiteren Schwerpunkt im Bereich Nachhaltigkeit. Zusätzlich zum „Gutachten zur Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher“ (April 2021), das sich neben den Querschnittsfeldern Nachhaltiger Konsum, Digitale Welt und Verbraucherinformation mit der Situation der Verbraucher*innen in den Bedarfsfeldern Wohnen, Mobilität und Ernährung befasst, hat der SVRV die Policy Briefs „Versicherungspflicht gegen Naturgefahren“ (Februar 2022), „Maßnahmen für eine zukunftsgerechte Naturgefahren-Absicherung“ (Dezember 2019), „Nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion ermöglichen“ (Juli 2020), „Onlinehandel im Spannungsfeld zwischen Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit“ (November 2020) sowie eine Stellungnahme zur Plattformregulierung (Juni 2020) veröffentlicht. Schließlich hat der SVRV vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher ad hoc die Policy Briefs „Die Corona-Pandemie: Auch ein Stresstest für den Wohnungsmarkt“ (Mai 2020) sowie „Die Wirksamkeit der Corona-Warn-App wird sich erst im Praxistest zeigen“ (Juni 2020) vorgelegt.


Digitale Welt und Handel. Verbraucher im personalisierten Online-Handel

Autoren: Lucia Reisch, Daniela Büchel, Gesche Joost, Helga Zander-Hayat, 2016

Wie die meisten anderen Branchen ist auch der Handel einem dynamischen Strukturwandel unterworfen. Analoger und digitaler Handel sind eng miteinander verzahnt, die diversen Handelskanäle ergänzen sich, ersetzen sich teilweise auch. Die Digitalisierung verändert den gesamten Konsumprozess von der Bedarfsgenerierung über die Informationssuche und Produktauswahl bis hin zum Erwerb und dem Weiterverkauf. Die Attraktivität des Kaufens im Internet ließ den Online-Handel zum Wachstumsmarkt werden. Aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher stellt sich die Frage nach den Chancen und Risiken dieser Entwicklung im Handel – wobei die Chancen unmittelbar erfahrbar, die Risiken dagegen oftmals verborgen sind und erst langfristiger wirksam werden. Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Papier Vorgaben für eine verbraucherbezogene Netzpolitik im Online-Handel vorgeschlagen und detailliert.

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Expertise zum Thema „Personalisierte Preisdifferenzierung im Online-Handel“

Autoren: Sarah Hosell, Michael Schleusener, 2016

Ziel war es zu ermitteln, inwiefern eine personalisierte, d.h. auf individuelle Verbrauchermerkmale abstellende Preisdifferenzierung im Online-Handel in Deutschland heute bereits eingesetzt wird. Dies sollte auf Basis einer differenzierten Betrachtung von Branchen, Unternehmen und Produkten erfolgen. Dabei sollte insbesondere auf die Auswirkungen dieser Preisdifferenzierung auf Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl in ökonomischer als auch sozialer Sicht eingegangen werden. Neben der Individualperspektive (Mikroperspektive) sollten Aussagen zur Marktentwicklung aus Makroperspektive gemacht werden.

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Studie: Umgang mit Verbraucherdaten durch Online-Shops

Autor: datenschutz nord GmbH, 2016

Das Thema „Datenschatten“ steht vor dem Hintergrund der Möglichkeiten von Big Data sowie der zunehmenden Zahl von datengetriebenen Geschäftsmodellen im Fokus der Betrachtungen des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen im Rahmen seines Themenschwerpunktes „Digitalisierung des Handels“. Allerdings besteht keine Transparenz darüber, wer welche Daten von wem zu welchem Zweck erhebt und wie diese Daten verarbeitet, verknüpft bzw. an Dritte weitergegeben und genutzt werden. Hier bedarf es einer Bestandsaufnahme des Status Quo, um die verbraucherpolitisch notwendigen Policies und Politics zu erkennen und effektiv verfolgen zu können. Im Rahmen dieses Auftrags wurde deshalb eine empirische Untersuchung zur Praxis der Erhebung, der Verknüpfung und des Umgangs mit Verbraucherdaten durch Online-Shops durchgeführt.

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Abschlussbericht zum Projekt: Repräsentative Verbraucherbefragung in der Gruppe der Internetnutzer

Autor: LINK Institut für Markt und Sozialforschung GmbH, 2016

Aufbauend auf einer Kurzzeitexpertise über das Ausmaß individualisierter Preise im Onlinehandel in Deutschland wurden Verbraucherinnen und Verbraucher über ihr Bewusstsein der Preisdiskriminierung im Onlinehandel befragt. Insgesamt wurden im November 2015 deutschlandweit 1000 Internetnutzer online befragt die wenigstens selten das Internet zum Einkaufen verwenden.

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Abschlussbericht zum Workshop „Datenschatten – Verbraucherfragen im digitalen Zeitalter“

Autor: Tactical Technology Collective, 2016

Als Teil des Berichts zum Nutzungsverhalten im digitalen Zeitalter hielt Tactical Tech einen praxisorientierten Workshop ab, der auf Fragen über das Bewusstsein deutscher Verbraucher/innen in Bezug auf Datenschatten, Datenspuren und die Wege, seine Daten zu schützen, eingehen sollte. Die Anliegen und Fragen, die vonseiten der Verbraucher/innen in Bezug auf ihre Datenschatten während des Workshops aufkamen, wurden gesammelt und analysiert. Die darauf basierenden Resultate werden in diesem Bericht vorgestellt.

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