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Maßnahmen für eine zukunftsgerechte Naturgefahren-Absicherung

Autoren: Christian Groß, Gert G. Wagner, Reimund Schwarze, 2019

Die UN-Klimakonferenz von Madrid ist Mitte Dezember 2019 vorübergegangen – und der globale Klimawandel schreitet unbeeindruckt voran. Dessen Folgen machen sich zunehmend auch in Deutschland bemerkt: Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser haben spürbar zugenommen und können überall in Deutschland auftreten. Häufiger auftretende Unwetterschäden und steigende finanziellen Belastungen durch Unwetterschäden sind die Konsequenz. Experten sind sich darin einig, dass die Bevölkerung besser vor den Folgen des Klimawandels geschützt werden muss, und sich auch selbst besser schützen muss. Neben der zentralen Frage: „Wie schützen wir das Klima?“ wird sich die Politik in Zukunft verstärkt mit der Frage beschäftigen müssen: „Wie schützen wir uns vor den Folgen des Klimawandels?“

Im Sinne einer zukunftsgerechten Naturgefahren-Absicherung wird die Durchführung der folgenden Maßnahmen vorgeschlagen:

  1. Einführung einer verpflichtenden „Katastrophen“-Versicherung für Wohngebäude
  2. Fördermaßen für Wohngebäude bezüglich Prävention und Build Back Better in der Resilienz-Strategie des Sendai Rahmenwerks verankern und an die Vereinten Nationen berichten
  3. Naturgefahren verstärkt im Baurecht berücksichtigen
  4. Starkregenrisiko systematisch für ganz Deutschland erfassen
  5. Informationen über Naturgefahren evidenzbasiert, transparent und leicht verständlich gestalten

Der Policy Brief bezieht die Ergebnisse zweier Expertisen mit ein, die der SVRV in Auftrag gegeben hat: „Kommunikationsproblem Naturgefahren: Wie lassen sich Hochwasserrisiken transparent und verständlich darstellen?“ von Nadine Fleischhut (Forschungsbereich Adaptive Rationalität, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin und Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung; Berlin und Offenbach) und Mirjam A. Jenny (Harding-Zentrum für Risikokommunikation, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin) sowie „Institutionenökonomischer Vergleich der Risikotransfersysteme bezüglich Elementarschäden in Europa“ von Reimund Schwarze (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Leipzig).

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