Der SVRV bearbeitet als multidisziplinäres Gremium eine Vielzahl von verbraucherpolitisch relevanten Aufgaben und Themen. Eine Kernaufgabe des SVRV besteht darin, empirisch informierte Überblicke über die Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher zu erstellen.
Dabei beschäftigt sich der SVRV mit den klassische Fragen der Verbraucherpolitik. Diese stellen sich dann, wenn eine systematische Benachteiligung der Verbraucherinnen und Verbraucher stattfindet und/oder wenn die Transparenz in bestimmten Märkten nicht (mehr) gegeben ist. Beispielhaft sind hier die für viele Verbraucherinnen und Verbraucher oft undurchsichtigen Informationslabel im Lebensmittelhandel oder aber sogenannte „Abo-Fallen“ bei Dienstleistungsverträgen zu nennen.
Ein wesentliches Leitbild der Verbraucherpolitik ist es, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu befähigen, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Verbraucherinformationen sind daher ein wichtiges verbraucherpolitisches Instrument. Allerdings ist dieses Instrument bisweilen unwirksam. So gibt es viele Verbraucherinnen und Verbraucher, die über zu viel Informationen klagen, während andere bemängeln, dass es zu wenig oder jedenfalls nicht die gewünschten bzw. erforderlichen Informationen gibt.
Vor diesem Hintergrund befasste sich der SVRV u.a. mit der Frage, nach den Möglichkeiten und Grenzen personalisierter Verbraucherinformationen. Daneben diskutiert der SVRV, ob technische Möglichkeiten der Verbraucherinformation (Verbraucherinformatik genannt) eine Weiterentwicklung des Informationsparadigmas der Verbraucherpolitik ermöglichen könnten. Zudem kann in einer forschungsbasierten Visualisierung der Verbraucherinformation ein Ansatzpunkt zur Steigerung der Effektivität liegen.
Verstärkt nimmt der SVRV auch die beiden großen gesellschaftlichen Transformationen in den Blick und zwar die Nachhaltigkeitstransformation sowie die Digitalisierung.